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Was soll und kann ein Geopark
Die Landschaft prägt die Menschen und die Menschen formen die Landschaft. Diesen Zusammenhang darzustellen bietet ein Geopark hervorragende Möglichkeiten. In ihm werden Dokumente einer hunderte Millionen Jahre alten Erdgeschichte mit einem archäologischen, historischen und kulturellen Erbe regionaler und überregionaler Bedeutung auf anschauliche Weise zusammengeführt. All diese Sehenswürdigkeiten werden, soweit sie repräsentativ für die Landschaft und ihre geologische Entstehungsgeschichte sind, öffentlich zugänglich sein. Um dieses natur- und kulturhistorische Erbe und damit die Bedeutung geologischer Prozesse für unser tägliches Leben einer breiten Öffentlichkeit bewusst und erlebbar zu machen, wird im Geopark vielfältiges Engagement unterschiedlicher Institutionen der Wirtschaft sowie der Kommunen zielgerichtet zusammengeführt werden. Dies setzt eine klare Organisationsstruktur voraus.

Im Vordergrund steht dabei das aktive „Erleben“ der in einem Netzwerk miteinander verknüpften Landschafts- und Kulturthemen eines klar abgegrenzten und hinreichend großen Gebietes. Durch die so neu kombinierten und erschlossenen Potenziale erweiterter Freizeitgestaltung und Erholung wird die touristische Attraktivität der Region merklich erhöht und die regionale Identität – gerade in Zeiten des Strukturwandels – gestärkt. Beispielgebend ist hier vor allem das hohe Engagement vieler lokaler Gruppen und Einzelpersonen, wie die Erfahrungen in anderen Regionen zeigen.

Ein Geopark ist keine rechtsverbindliche Schutzkategorie wie etwa ein National- oder Naturpark, er zieht daher keine Restriktionen nach sich. Der Schutz des geowissenschaftlichen Naturerbes durch „sanften“ Tourismus zeigt, dass sich Ökonomie und Ökologie im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung nicht ausschließen, sondern sich gegenseitig fördern, denn gerade die regionale, klein- und mittelständische Wirtschaft profitiert von diesem touristischen Kapital.

Im Rahmen einer damit verbundenen Umweltbildung werden Kinder wie auch Erwachsene in geeigneter Weise an die vielfältigen Themen herangeführt. Auch hier spielen Geoparks eine zentrale Rolle: Geführte oder individuelle Ausflüge und öffentlichkeitswirksame Aktionen werden auf die jeweiligen Bedürfnisse der Zielgruppen zugeschnitten. Somit wird der Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung der Region im Sinne der Agenda 21 gelegt.

Voraussetzung einer Bewerbung bei der UNESCO um die Auszeichnung als Geopark im europäischen und globalen Netz ist gemäß der "Erklärung von Madonie" die Zertifizierung als Nationaler Geopark. Diese Auszeichnung, verbunden mit der Übergabe eines Logos, führt die GeoUnion/Alfred-Wegener-Stiftung durch. Die GeoUnion hat zu diesem Zweck zusammen mit dem "Bund-Länder-Ausschuss Bodenforschung" ein Expertengremium eingerichtet. Dieses hat einen eigenen Kriterienkatalog für die Anerkennung als Nationaler Geopark formuliert, prüft Bewerber gemäß dieser Kriterien und führt regelmäßige Evaluierungen durch. Der Kriterienkatalog für die Anerkennung als Nationaler Geopark ähnelt dem Kriterienkatalog der europäischen Geoparks.

Textquellen:
Mobiles Landschaftsmuseum
UNESCO Geopark

Übersicht über die wichtigsten Geotope und dazugehörige Attraktivitäten im Allgäu
Startseite zuletzt geändert: 28/01/2009